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GridRadar.net - unabhängiges Netzmonitoring

Gridradar - ein Monitoring-System zur Überwachung des europäischen Verbundsystems UCTE

Abbildung des europäischen Stromnetzes

Quelle: wikipedia.org, eigene Bearbeitung

GridRadar.net und das europäische Stromnetz

Das europäische Stromnetz ist ein dicht gewobener Verbund aus Kraftwerken und Verbrauchern, welche länderübergreifend durch Übertragungs- und engmaschige Verteilnetze verbunden sind. Die Nennfrequenz dieses Verbundnetzes beträgt 50 Hz und ist von Portugal bis zur Türkei gleich. Die Netzfrequenz unterliegt immer kurzfristigen Abweichungen, hervorgerufen durch Handelsartefakte, Kraftwerkausfälle oder Leitungsstörungen.

Um mehr über die Vorgänge im Stromnetz zu erfahren, nutzen wir die Messung der Netzfrequenz. Denn Verbrauch und Erzeugung müssen sich zu jedem Zeitpunkt die Waage halten. Sinkt z.B. die Netzfrequenz unter 50 Hz, bedeutet dies, daß ein Erzeugungsunterschuss herrscht bzw. ein Verbrauchsüberschuss. Liegt die Frequenz jedoch oberhalb von 50 Hz, gibt es einen Erzeugungsüberschuss, bzw. einen Verbrauchsunterschuss. So muss also das System ständig stabilisiert und nachgeregelt werden, um in einem Korridor nahe der 50 Hz zu bleiben.

Aufgrund der Vielzahl der angeschlossenen Kraftwerke und Verbraucher kommt es immer zu kleineren Abweichungen von der Nennfrequenz von 50 Hz. Um ein "Überregeln" des Netzes bzw. der angeschlossenen Erzeuger zu verhindern, gibt es ein Reglertotband von +/- 10 mHz. Innerhalb dieses Totbandes (also 50,01 und 49,99 Hz)  findet keine Ausregelung der Frequenzabweichung statt. Ausserhalb dieses Totbandes  wird die sog. Primärregelleistung aktiv und beginnt die Abweichung auszugleichen. Die mindestens vorzuhaltende Primäregelleistung beträgt nach den Vorgaben des ENTSO-E Handbuchs (Load Frequency-Control and Performance) 19500 MW/Hz. Diese Regelleistung wird von an dem Regelleistungsbetrieb beteiligten Kraftwerken im Netzverbund bereitgestellt.

Aber was genau misst GridRadar.net im UCTE-Netz?

Wir messen kontinuierlich die Netzfrequenz durch eine Vielzahl von Messstationen in Gesamteuropa und zeichnen diese Werte auf. Zusätzlich zur Netzfrequenz wird auch der Spannungswinkel, auch Phasenwinkel genannt, gemessen. Die Messung des Spannungswinkels erlaubt Aussagen über Leistungsflüsse zwischen einzelnen Regionen, als auch Aussagen über das Hoch- und Herunterfahren einzelner Kraftwerke. Gemessen wird mit GPS-zeitsynchronisierten Zeigermeßgeräten. So lassen sich Aussagen wie Intensität und Richtung von Lastflüssen zwischen zwei Standorten treffen.

Zugang zu den Daten/Access our data

Haben Sie Interesse an den von unser erhobenen Daten für kommerzielle oder wissenschaftliche Zwecke, wie z.B. Studien, Auswertungen oder Veröffentlichungen? Dann kontaktieren Sie uns! If you are interested in accessing our data, be it for commercial or scientific purposes such as publications, analysis or scientific studies please contact us!

Dieses Meßprojekt ist eine Unternehmung der MagnaGen GmbH in Verbindung mit Hr. Prof. Dr. Tobias Veith von www.energiestudium.de.

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