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GridRadar.net, unabhängiges Netz-Monitoring

Gridradar - ein Monitoring-System zur Überwachung des europäischen Verbundsystems ENTSO-E/UCTE

Karte des Gridradar.net Monitoring Netzes

GridRadar.net und das europäische Stromnetz

Das ENTSO-E Stromnetz (früher UCTE-Netz genannt), ist ein dicht gewobener europäischer Verbund bestehend aus Kraftwerken und Verbrauchern. Alle Netzteilnehmer sind miteinander verbunden und nutzen überall die Netzfrequenz von 50 Hz. Durch Handelsartefakte, Kraftwerkausfälle oder Leitungsstörungen wie auch Prognoseabweichungen kommt es immer wieder zu kurzfristigen Abweichungen der Nennfrequenz von 50 Hz. 

Wir nutzen die Netzfrequenz um einen tieferen Einblick in die Vorgänge im Netz zu bekommen und Aussagen darüber treffen zu können. Denn Verbrauch und Erzeugung von elektrischer Energie in einem Stromnetz müssen sich zu jedem Zeitpunkt die Waage halten. Sinkt z.B. die Netzfrequenz unter 50 Hz, bedeutet dies, daß ein Erzeugungsunterschuss herrscht bzw. ein Verbrauchsüberschuss. Liegt die Frequenz jedoch oberhalb von 50 Hz, gibt es einen Erzeugungsüberschuss, bzw. einen Verbrauchsunterschuss. Da es  in solch einem großen Netz wie dem ENTSO-E (UCTE) Verbund immer zu kleinen Abweichungen kommt, muss also das System ständig stabilisiert und nachgeregelt werden, um in einem Korridor nahe der 50 Hz zu bleiben.

Um ein "Überregeln" der ans Netz angeschlossenen Kraftwerke und Erzeuger zu verhindern, gibt es ein Reglertotband von +/- 10 mHz. Innerhalb dieses sogenannten Totbandes (also 50,01 und 49,99 Hz)  findet keine Ausregelung der Frequenzabweichung statt. Ausserhalb dieses Totbandes  wird die sog. Primärregelleistung aktiv und beginnt die Abweichung auszugleichen. Die mindestens vorzuhaltende Primäregelleistung beträgt nach den Vorgaben des ENTSO-E Handbuchs (Load Frequency-Control and Performance) 19500 MW/Hz. Diese Regelleistung wird von an dem Regelleistungsbetrieb beteiligten Kraftwerken im Netzverbund bereitgestellt.

Aber was genau misst GridRadar.net im Stromnetz?

Wir messen kontinuierlich die Netzfrequenz durch eine Vielzahl von Messstationen in Gesamteuropa und zeichnen diese Werte auf. Zusätzlich zur Netzfrequenz wird auch der Spannungswinkel, auch Phasenwinkel genannt, erfasst. Die Messung des Spannungswinkels erlaubt Aussagen über Leistungsflüsse zwischen einzelnen Regionen, als auch Aussagen über das Hoch- und Herunterfahren einzelner Kraftwerke. Gemessen wird mit GPS-zeitsynchronisierten Zeigermeßgeräten. So lassen sich Aussagen wie Intensität und Richtung von Lastflüssen zwischen zwei Standorten treffen.

Zugang zu den Daten/Access our data

Haben Sie Interesse an den von unser erhobenen Daten für kommerzielle oder wissenschaftliche Zwecke, wie z.B. Studien, Auswertungen oder Veröffentlichungen? Dann kontaktieren Sie uns! If you are interested in accessing our data, be it for commercial or scientific purposes such as publications, analysis or scientific studies please contact us!

Dieses Meßprojekt ist eine Unternehmung der MagnaGen GmbH in Verbindung mit Hr. Prof. Dr. Tobias Veith von www.energiestudium.de.

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